EIN MEER MIT VIEL GESCHICHTE

La Manga formierte sich durch die Meeresströmungen angeschwemmten Sand. Diese An-schwemmungen häuften sich bis über die Meeresoberfläche als sie an die Unebenheiten durch Vulkangestein stießen und formten somit das heute bekannte Mar Menor. La Manga erhielt seine aktuelle Struktur im 17. Jahrhundert, aber seine ersten Ansiedlungen gehen bis ins neolitische Zeitalter zurück.

Vor 5.000 Jahren wurden am Anfang von La Manga das erste Dorf "Las Amoladeras" errichtet. Die kreisförmigen Hütten wurden aus Reisig und Lehm gebaut. Das Dorf hatte keinerlei Befestigungseinrichtungen und seine Bewohner lebten vom Fischfang. Das Umfeld bestand aus großen Wäldern die bis zur Küste reichten. Der Reichtum der "Sierra Minera" und die außerordentlichen guten Bedingungen des Mar Mentors lockten andere neue Ansiedler in dieses Gebiet. Iberos, Cartagener und Römer bauten hier in den Mienen Silber ab und produzierten einen für die Antike sehr geschätzten Fischfang. La Manga hielt im prähistorischem Zeitalter als Fischfangfabrik her, wie es Funde im "El Estacio" belegen. In den Meeresgründen vor La Manga wurden zahlreiche Schiffswracks von den Phönizer, Griechen und Römern gefunden die Silberbarren, Blei und Amphoren mit allen möglichen Warengut transportierten. Die Eroberung durch die Araber brachte auch die Fischfangart der "Encañizares" (Reisiglabyrinte im flachen Gewässer) mit sich, die auch heute immer noch angewendet wird. Mit dieser Technik wurde der Mujol und andere typische Fische des Mar Menors gefangen. Nach der Vertreibung der Araber wurde La Manga immer wieder von marokkanischen Schiffen angegriffen. Zur Verteidigung ließ Kaiser Karl und sein Sohn Phillip-II drei Wachtürme in La Manga und einen in Cabo de Palos errichten. Die großen Wälder bestehend aus Pinie, Eichen, Steineichen und Eiben wurden nach und nach seit dem Mittelalter gerodet. Im 18. Jahrhundert war die Niederlassung für die Holzindustrie in La Manga, Meereswinde verstärkten dabei den Waldverlust.

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1862 wurden die Leuchttürme im "El Estacio" und auf der Insel "Islas Hormigas" errichtet. Drei Jahre später wurde der Leuchtturm von Cabo de Palos gebaut. Die Existenz der vielen Untiefen und Felsen provozierte zahlreiche Schiffbrüche in der Zone. Immer noch ist der Untergang der "Sirio" von 1906, der mehr als 300 Menschenleben kostete in Erinnerung. Mitte des 19. Jahrhunderts, in einer Kapitalsauflösung, ersteigert die Familie Maestre den Norden von La Manga. 1960 kauft Tomás Maestre den Rest der Landzunge von Francisco Celdrán und beginnt mit der urbanistischen Aufteilung mit Unterstützung des Ministeriums für Erziehung und Tourismus. In voller Entwicklung erhielt La Manga den Impuls des Gesetzes für Zentren von touristischem Interesse (Ley de Centros de Interés turistico) von 1963. Ein Jahr später wurde das erste Gebäude "La Torre Negra" am Eingang von La Manga errichtet. Kurz darauf wurden die ersten zwei Hotels, "Entremares" und "Galúa" eingeweiht. Seither ist La Manga gewachsen und ist heute einer der wichtigsten Orte für den Tourismus in Europa geworden.

© 1997 - La Manga, Spain